Verein der Hundefreunde-Hamburg e.V.

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Der fast perfekte Plan

 oder:        Wie man ein Turnier gewinnen könnte.

Rückblick auf unser 1.Turnierhundesportderby vom 01.11.2009 von Frank Schröder

Als Peter vor ca.6 Wochen ankündigte, er wolle eine THS-Derby veranstalten, fand ich die Idee gleich klasse. Zum Saisonabschluß ein kleines „Kräftemessen“ und mal unter Wettkampfbedingungen sich mit anderen zu messen, das wird bestimmt lustig. Es sollte ein Spaßturnier werden, wo auch Motivationsmittel eingesetzt werden dürfen. Vorab, es hat auch sehr viel Spaß gemacht und damit spreche ich wohl auch für alle anderen Teilnehmer, ich habe nur positive Kommentare mitbekommen und wenn man in die Gesichter der Zwei- und vierbeinigen Teilnehmer geblickt hat, weiß man das es nicht nur so daher gesagt ist. Aber nun zurück zum Thema. Da ich, wie wir alle, ja kein Hochleistungssportler bin habe ich mir überlegt, wie ich mir einen kleinen Vorteil verschaffen kann, denn dicker Mann mit dickem Hund, damit kann man keinen Blumentopf geschweige denn einen Pokal gewinnen.

Es war eigentlich ganz einfach, ich habe mir meine schärfsten (ehrgeizigsten) Konkurrenten vorher im Training angeguckt und auch gleich eine Strategie entwickelt. Je weniger in Bestform sind, desto höher ist meine Chancen zu gewinnen.

Der erste Coup: Ich habe mich ein bisschen bei der Turnierleitung eingeschleimt um den Termin so zu legen, das die erste schon mal nicht dabei ist, weil sie „leider“ grade einen Tag vorher in den Urlaub fährt….Schaaade.

Den zweiten Coup habe ich auch lange vorbereitet, es war auch das so ziemlich schwierigste Unterfangen. Versuche es mal zu steuern, das jemand sich einen zweiten Hund zulegt. Ich mußte einen Hund besorgen, ihn beim Tierheim festbinden und dann den Mann bitten, es ihr so beiläufig wie möglich unter die Nase zu binden. (Es muß ja so aussehen, als ob es ihre Idee gewesen war). Da Ihre Tochter eingeweiht war, war es nicht mehr schwierig sie zum Turnier mitzubringen, sie mußte ja schliesslich auf den kleinen aufpassen.

Das dann der Erst-Hund keine Augen mehr für die Parcoure hat und nur noch zur Tochter laufen wollte, das war doch genial eingefädelt, oder? Ich danke an dieser Stelle noch mal Vater und Tochter, das sie so prima mitgespielt haben.

Der dritte Coup war wiederum ganz leicht. Die Konkurrenz aus eigenem Hause war schnell erledigt. Als ich unsere Hunde aus dem Auto lassen wollte, habe ich „aus Versehen“ den Karabiner nicht richtig befestigt und Spencer ins Ohr geflüstert: „Wo ist Frauchen!!!“ Das er dann abgeht wie ein Zäpfchen und sie mit seinen 45kg abrammt, das sie nicht mehr richtig laufen kann war ein Selbstgänger, denn ich habe ja schliesslich einen Kampfhund. (Ich kämpfe ständig mit ihm)

Der vierte Coup war wieder etwas schwieriger. Ich habe es aber schliesslich geschafft, Finjas Läufigkeit solange raus zu zögern, bis sie am Derbytag so gut gerochen hat, das sie allen Rüden den Kopf verdreht hat. Bei einem ist es uns sogar gelungen ihm so den Kopf zu verdrehen, das er gar keine Slalomstangen mehr gesehen hat. ……………Ich bin stolz auf meine hübsche „Tochter.“

Den fünften Coup hat noch gar keiner bemerkt. Mal ehrlich Leute, habt ihr je einen Bernersennenhund so rennen sehen? Das geht auch gar nicht.

  

 

Es war ja gar nicht Spencer den Ihr gesehen habt. Ich habe mir einen, von Internationalen Top-Trainern ausgebildeten Border-Collie ausgeliehen und in ein Berner-Fell gesteckt. Er ist abgegangen wie eine Rakete, nur leider hat er nicht so toll auf mich gehört, aber ich war trotzdem meinem Ziel so nahe.

Ich habe nur einen, im Nachhinein schweren, Fehler gemacht. Ich habe unseren „Alten Mann“ glatt weg unterschätzt. Mir wäre bestimmt für ihn auch noch was eingefallen, aber das er, der sonst fast wie Joopie Heesters über den Platz schlurft, sich am Derbytag bis aufs T-Shirt auszieht und mit seinen Sieben-Meilen-Stiefeln, mit zwei bis drei Schritten am Ziel ist, das habe ich wirklich nicht im Ansatz geahnt.

Somit hat es leider „nur“ für den zweiten Platz gereicht, aber ich bin trotzdem stolz auf die Leistung von meinem Großen.

 Ich gratuliere Peter von ganzem Herzen zum ersten Platz

und versuche beim nächsten Mal nochmal an zu greifen. Dann werde ich ihn nicht mehr unterschätzen.

Mich persönlich freuen auch die kleinen und großen Erfolge meiner Sportkameraden und Kameradinnen. Man merkt richtig wie die Bindung der Teams durch den Sport im Laufe der Zeit gewachsen ist. Es bringt richtig Spaß das zu beobachten. Beim nächsten Mal werde ich allerdings den Hochstaplerinnen unter uns, genauer auf die Finger bzw. Hunde gucken, denn Ausreden wie: „Ich kann das nicht“, oder „Mein Hund kann das nicht“ „Ich hab das noch nie gemacht“ „Mein Hund ist immer gleich weg“ die lasse ich nicht mehr gelten.

Zum Schluss Danke ich natürlich noch allen Helfern, ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich ist: Bei unserer Richterin Steffi, bei den Zeitnehmern Christine, Bettina, Jörg und Esther, bei den fleißigen Bienen die beim Auf- und Abbau geholfen haben, bei Uschi und Queen Mum für die Bewirtung, bei Christine, Esther und Steffi für die Auswertung der Bögen, bei Sanne für die tollen Fotos und bei allen die ich noch nicht erwähnt habe, weil ich wie immer ein bisschen schusselig bin, ………………..tretet mich dafür ruhig nächstes Mal.

Als letztes und wichtigstes natürlich bei allen Startern, ohne die es nicht so viel Spaß gemacht hätte.

Liebe Grüße

Frank

 

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